Rableid Alm, 2004 m

Dieses urige und vorbildlich renovierte Almgebäude, das umgeben von den Bergriesen der Texelgruppe mitten im Pfossental liegt, bietet neben einer ausgezeichneten Küche auch 30 Plätze zum Übernachten in Mehrbettzimmern.
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   Schnals • Pfossental 2
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Über Rableid Alm, 2004 m

Wird der Meraner Höhenweg in sechs Tagen erwandert, so ist die Alm der ideale Stützpunkt. Ebenso für kürzere Varianten des Höhenweges mit Start an der Bergstation der Seilbahn Unterstell zum Beispiel oder als Etappe im Aufstieg zum Gipfel der Hohen Weißen. Die Rableid Alm war früher ein eigenständiger, ganzjährig bewirtschafteter und bewohnter Hof, ebenso wie die Vorderkaser, der Bachhaushof, die Mitterkaser, der Gamplhof und der Eishof. Der Rableidhof, auf 2004 m Meereshöhe gelegen, wird 1209 das erste Mal urkundlich erwähnt. Damals wurde so gut wie alles auf den Höfen im Pfossental angepflanzt, erzeugt und hergestellt. Die Sommermonate waren kurz und die Bauern arbeiteten hart, um Vorräte für den langen Winter in der großen Abgeschiedenheit anzulegen. Rableid wurde 1876 als Hof aufgelassen und nur mehr im Sommer als Alm bewirtschaftet. Eine riesige Lawine zerstörte 1986 das ursprüngliche Gebäude. Aus grobgehauenen Steinen der Umgebung, mit einem Obergeschoss aus Lärchenbalken, abgedeckt mit einem traditionellen Schindeldach unter dem der müde Wanderer seine wohlverdiente Ruhe findet, wurde es wieder aufgebaut.
Heute werden auf der Alm wieder aus den eigenen Produkten schmackhafte Mahlzeiten zubereitet. Auch das, in diesem Buch so oft erwähnte Frühstück, vielleicht der wichtigste Bestandteil eines Weitwandertages, lässt auf der Rableid Alm nichts zu wünschen übrig! Das Brot kommt aus dem Ofen und wird in der alten, mit Holz getäfelten Stube serviert. Im Sommer kann man schon am frühen Morgen vor der Hütte in der Sonne sitzen und sich den würzigen Schnittkäse mit Brot schmecken lassen. Nicht selten wird man dabei von den hauseigenen Milchlieferanten beobachtet.
Man ist schon ein gutes Stück gewandert, bevor man weit hinten im Tal auf Rableid trifft. Im Talschluss stehen die Paradeberge der Texelgruppe Spalier. Vor allem die Hohe und die Kleine Weiße zeigen sich in ihrem besten Kleide. Die Rableid Alm ist gerade für die Besteigung der Hohen Weiße ein idealer Stützpunkt. Denn von der Alm aus kann man in den Talschluss wandern und anstatt zur Stettiner Hütte aufzusteigen, auf direktem Weg den Steinmännchen in die Scharte zwischen der Grafspitze und der Hohen Weiße folgen und so ein gutes Stück des Weges abkürzen. Im Herbst verwandelt sich das Pfossental: die Lärchen und das Gras der Hochweisen wechseln die Farbe, oft blickt schon der erste Schnee von den hohen Gipfeln ins Tal, wo die Sonne den Wanderer noch angenehm wärmt. Im Tal herrscht Ruhe, denn die Touristen sind lange schon nach Hause gereist. Dies ist die Zeit, wo der Ruhesuchende ins Tal wandern und ein paar Tage für sich auf Rableid verbringen sollte. Er wird ausgeruht und mit reinem Geist in seine Welt zurückkehren.

Öffnungszeiten: 1. Mai bis Anfang November

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